Weitere Informationen unter http://www.politiklehrerverband.org
eMail bismarckschule.voigt@gmx.de

Home
Nach oben
Inhalt: File Map
Heftübersicht
Autorenverzeichnis
Publikationen
Impressum
Verbandsinformation
Marginalien
Rechtsradikalismus
Polen
Polnische Nationalkultur
Dritte Welt
Staatsgesellschaft
pua 2011
pua 2010
pua 2005
pua 2004
pua 2003
pua 2001
pua 2000
pua 1999
pua 1998
pua 1997
pua 1996
pua 1995
pua 1994
pua 1993
pua 1992
pua 1991
pua 1988

politik unterricht aktuell, Heft 2/2002: 38-40

»Schulreform in der Kontroverse«

 

Editorial: Notizen der Redaktion

Dokument Information

Informationen über den Verband der Politiklehrer

Bankverbindung

Seitennavigation

 

 

 

Bericht des Vorstandes des
Verbandes der Politiklehrer e.V., Hannover

„Krise der Politik – Krise der Politischen Bildung“

Liebe Leser von »politik unterricht aktuell«,

liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder und Freunde des Verbandes der Politiklehrer,

die lange Verzögerung mit der dieses Heft von »politik unterricht aktuell« gleichzeitig mit dem Heft 1 für 2003 herausgegeben und gedruckt werden konnte, zeigt, dass die Voraussetzungen für eine kontinuierliche und effektive Verbandsarbeit im Interesse der Politischen Bildung und des Po­litikunterrichts derzeit denkbar schlecht sind.

Wir wählen als Untertitel für diesen Brief der Redaktion den Titel eines sehr wichtigen Sammel­werkes, an dessen Entstehen der Verband der Politiklehrer e.V., Hannover, wesentlichen Anteil ge­nommen hatte und dessen Lektüre wir trotz des recht hohen Buchhandelspreises sehr empfehlen (vgl. dazu den Literaturhinweis auf der letzten Seite).

Politische Parteien, Gewerkschaften und Berufsverbände – also insgesamt die organisierte und in­stitutionalisierte politische Meinungs- und Willensbildung – sind unter Legitimationsdruck geraten, der ihre Arbeitsfähigkeit und die Effizienz der politischen Arbeit grundsätzlich beeinträchtigt wenn nicht in Frage stellt.

Die Frage nach den Alternativen demokratischer Legitimität stellt sich für die Politikwissenschaft ebenso neu wie für Politiklehrerinnen und Politiklehrer. Lothar Nettelmann geht in einer Polemik in diesem Heft der Frage nach, wie eingespielte und „traditionelle linke Kritik“ heute an den sozialen und politischen Realitäten vorbei geht und ein fiktives „Universum des kritischen Bewusstseins“ als eine Art „Parallelwelt“ konstruiert und sich selbst so letztlich zur Wirkungslosigkeit verurteilt.

Es kann nicht die Aufgabe des Verbandes der Politiklehrenden sein, sich selbst in ein gut gemeintes aber folgenloses Abseits zu manövrieren und die „Formeln von Gestern“ immer wieder nachzube­ten. Es muss neu durchdacht werden, was veränderungsbereites „linkes Denken“ in der Politik wie in der Politikdidaktik heute sein kann, wo also Kontinuitäten bewahrt und Formen und Strategien erneuert werden müssen, wo veränderte Realität auch ein verändertes politisches Bewusstsein er­forderlich macht.

Leider sind viele Kolleginnen und Kollegen – belastet durch den Druck sich verschlechternder Ar­beitsbedingungen und im täglichen Kampf gegen eine ignorante Schul- und Kultuspolitik in den Bundesländern – nicht mehr in der Lage und Bereit, aktiv an einer solchen ergebnisoffenen, distan­zierenden und wertorientierten Weiterentwicklung der Politischen Bildung und des Politikunter­richts teilzunehmen.

Der Verband der Politiklehrenden (noch nicht einmal diese von der Mitgliedschaft mehrfach ange­mahnte und beschlossene geschlechtsneutrale Umfirmierung konnte bis jetzt beim Vereinsregister rechtskräftig durchgesetzt werden!) muss seine Aktivitäten seinen personellen Möglichkeiten an­passen – und diese sind eng begrenzt, was die Zahl der aktiven Beteiligten an der Verbandsarbeit angeht.

Was auf der einen Seite als kommunikative Modernität erscheint – die Konzentration auf Internet-Auftritte, Kommunikation über eMail und eMail-Verteilerlisten, Kooperationsprojekte mit anderen Verbänden, die unter ebenso ungünstigen personellen wie finanziellen Voraussetzungen arbeiten müssen wie wir –, ist eben auch Zeichen der Limitation der eigenen Kräfte eines „do-it-yourself-Verbandes“! Dennoch möchten wir noch einmal an dieser Stelle ganz nachdrücklich auf unsere Homepage hinweisen, auf der auch die Artikel dieser Zeitschrift wenn es die Autoren gestatten im Wortlaut erscheinen: http://www.politiklehrerverband.org.

Da die Einnahmen aus dem Mitgliedsbeiträgen nur sehr gering sind und ein Buchhandelsverkauf der Hefte von politik unterricht aktuell nicht die Druckkosten deckt, müssen wir uns mit kleinen Print-Auflagen zur Dokumentation in Bibliotheken und für die wissenschaftliche Arbeit begnügen und hoffen, dass Interessenten an unserer Arbeit unsere Arbeitsergebnisse und veröffentlichten Texte im Internet finden und wahrnehmen.

Erfreulich ist dabei, dass durch Verbandskooperation sich gerade auch der internationale Aspekt unserer Verbandsarbeit positiv entwickelt und vor allem die Kontakte zu Wissenschaftlern in Polen und in der Türkei einen Artikelaustausch begründen und gemeinsamen Veranstaltungen möglich machen. Dabei weise ich aus aktuellem Anlass vor allem auf die Kooperation mit der Deutsch-Tür­kischen Vereinigung für Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Austausch, Hannover, e.V. (am So­ziologischen Institut der Universität Hannover) hin – deren Arbeit, wie ein Protestbrief an den Wis­senschaftsminister in diesem Heft belegt, durch eine drohende Schließung des Studienganges So­ziologie an der Universität Hannover ernsthaft gefährdet ist –, deren Arbeitsergebnisse ebenfalls im Internet erscheinen unter http://www.dta-uni-hannover.de.

Das folgende Heft von »politik unterricht aktuell« (1/2003), das den Abonnenten gleichzeitig mit dem vorliegenden Heft ausgeliefert wird, zeigt mit dem Thema »Interkulturelle Konflikte« Früchte dieser Kooperation, die in der nächsten Zeit noch vertieft werden wird.

Organisatorisch wie finanziell steht der Verband „mit dem Rücken zur Wand“ und damit nicht al­lein! Unsere bisherige langjährige Hausbank, die SEB, war seit fast zwei Jahren nicht mehr in der Lage, die finanzielle Betreuung zum Beispiel durch den Einzug der Mitgliedsbeiträge und die Inter­netverwaltung unseres Kontos technisch in den Griff zu bekommen. Wir wechseln deshalb ab sofort zur Postbank und hoffen in Zukunft wieder eine reguläre Verwaltung der Mitgliedsbeiträge durch­führen zu können. Uns klafft die Lücke von zwei Jahren (2002 und 2003) in den Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, die auch einen früheren Druck von politik unterricht aktuell 2002 und 2003 verursacht hat, der jetzt aus irregulären Einnahmen (Spenden) finanziert wird. Wir müssen daher unsere Mitglieder darum bitte, die beiden ausstehenden Jahresbeiträge durch eigene Überweisung nachzuholen (zwei Beiträge zu 24,00 €), was durchaus auch in zwei getrennten Überweisungen möglich ist. Im Laufe des Jahres 2004 hoffen wir wieder den Beitragseinzug für das laufende Jahr über die Postbank auf Grund der uns vorliegenden Einzugsermächtigungen durchführen zu können. Dass wir auf höhere Beiträge bzw. Spenden in der Form von „fördernden Mitgliedsbeiträgen“ drin­gend angewiesen sind, sei hier nur am Rande vermerkt.

Mit dem Wunsch, einen Weg zu finden, mehr für das Fach Politik bewirken zu können und für un­sere Mitglieder positive Impulse gerade auch durch eine Verbandsarbeit, die sowohl Wissenschaft und Fachdidaktik einbezieht als auch aktiv in der Tagespolitik zu bildungspolitischen Fragen Stel­lung nimmt und den Kontakt zur aktiven Politik ernst nimmt vermitteln zu können

verbleibe ich im Namen des Vorstandes des Verbandes der Politiklehrer e.V., Hannover,

und der Redaktion von »politik unterricht aktuell«


 

Verband der Politiklehrer e.V., Hannover (revidiert 2011)

Vorsitzender: Gerhard Voigt, OStR (Politik und Geographie an der Bismarckschule Hannover)

eMail: bismarckschule.voigt@gmx.de

Homepage: http://www.politiklehrerverband.org

persönliche Homepage des Vorsitzenden: http://www.voigt-bismarckschule.de
zur Interkulturellen Arbeit im Kontext des Verbandes der Politiklehrer vgl. auch die Homepage
der Deutsch-Türkischen Vereinigung zum Geistes- und Gesellschaftswissenschaftlichen Austausch, Hannover, e.V. (am Soziologischen Institut der Universität Hannover)
http://www.dta-uni-hannover.de  (Arbeitsgemeinschaft des Verbandes der Politiklehrer)
und die Fachdidaktik-Homepages:
http://www.iran-didaktik.de
http://www.polen-didaktik.de
http://www.tuerkei-didaktik.de

Mitgliedschaft:

Mitglied des Verbandes kann werden:

Politiklehrer und Politiklehrerinnen, Studenten, Referendare und arbeitslose Kolleginnen und Kollegen der gesellschaftswissenschaft­lichen Fächer

Tätige im Bereich der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer in der Erwachsenenbildung, der offenen Politischen Bildung und in den Hochschulen im kultus- und bildungspolitischen Bereich Tätige

Mitgliedsbeiträge und Zahlungsmöglichkeiten
auf Anfrage Kontakt (vgl. Impressum)

Literaturhinweis aus der Arbeit des Verbandes der Politiklehrer e.V., Hannover:

Clau­ßen, Bernhard / Donner, Wolfgang / Voigt, Gerhard, Hrsg., 2001: Krise der Politik – Politi­sche Bil­dung in der Krise? Diskurse im Kontext von Globalisierung und Ost-West-Perspektiven. Mate­rialien aus der Zusammenarbeit zwischen der Akademie für Wirt­schaft, Politik und Kul­tur Meck­lenburg-Vorpommern und dem Ver­band der Politik­lehrenden. De­mokratie und Aufklärung: Kriti­sche Sozialwissenschaften und Politi­sche Bildung im Dis­kurs – Materialien –, Band 1. Galda + Wilch Verlag. Glienicke/Berlin / Cam­bridge/Mas­sa­chu­setts.

darin:

Gerhard Voigt: Perspektiven der Politischen Bildung in der Gegenwartsepoche. Krisenbefunde und Paradigmenwechsel in der Politischen Bildung  (abgedruckt und bearbeitet in: politik unterricht aktuell, Sonderheft 2011 »Krise der Politik – Krise der Politischen Bildung«. Internetpublikation)

Gerhard Voigt: Widerständigkeit als Gültigkeitsproblem der Politischen Bildung. Zwischen Universalisierungsanspruch und Nationfixierung (abgedruckt und bearbeitet in: politik unterricht aktuell, Sonderheft 2011 »Krise der Politik – Krise der Politischen Bildung«. Internetpublikation)

Claußen, Bernhard / Zschieschang, Susann, Hrsg., 2002: Politik – Bildung – Gesellschaft. Studien zur exemplarischen Verhältnisbestimmung in sozialgeschichtlicher und zeitdiagnostischer Perspektive. Für Wolfgang Lobeda zum 70. Ge­burtstag. Demokratie und Aufklärung. Kritische Sozialwissenschaften und Politische Bildung im Diskurs – Materialien –. Band 2. Glienicke/Berlin / Cambridge/Massachusetts. Galda + Wilch Verlag:

darin:

Lothar Nettelmann und Gerhard Voigt: Thesen zur „Wende“. Probleme der Wahrnehmung, Bewertung und Bewältigung sozioökonomischer Transformationsprozesse (abgedruckt und bearbeitet in: politik unterricht aktuell, Sonderheft 2011 »Krise der Politik – Krise der Politischen Bildung«. Internetpublikation)

pua 2/2002

ISSN

0945-1544

 

 

Dokument Information:

"Schulreform in der Kontroverse"
Hannover, 2002. A 5, kart .[ISBN 3-9807714-5-8]. Erscheinungsdatum: März 2004 (Printausgabe vergriffen)

Herausgeber: Verband der Politiklehrer e.V., Hannover [http://www.politiklehrerverband.org ]

Herausgegeben von Gerhard Voigt und Lothar Nettelmann

Vorsitzender: OStR Gerhard Voigt, OStR i.R. (seit 2009). Kontakt vgl. Impressum (vgl. Seitennavigation)

eMail: bismarckschule.voigt@gmx.de

http://www.voigt-bismarckschule.de

Internetausgabe:   - Letzte Überarbeitung: 1.8.2004 / 02.08.2011

 

 

 Top

  Zur Textgestaltung und zur rechtlichen Distanzierung
von "gelinkten" Seiten vgl. Impressum (vgl. Seitennavigation)

Alle Rechte Vorbehalten

Seitennavigation

zurück und weiter: Zurück ] Nach oben ] Weiter ]
übergeordnete Ebene: Home ] Inhalt: File Map ] Heftübersicht ] Autorenverzeichnis ] Publikationen ] Impressum ] Verbandsinformation ] Marginalien ] Rechtsradikalismus ] Polen ] Polnische Nationalkultur ] Dritte Welt ] Staatsgesellschaft ] pua 2011 ] pua 2010 ] pua 2005 ] pua 2004 ] pua 2003 ] pua 2002 ] pua 2001 ] pua 2000 ] pua 1999 ] pua 1998 ] pua 1997 ] pua 1996 ] pua 1995 ] pua 1994 ] pua 1993 ] pua 1992 ] pua 1991 ] pua 1988 ]
gleiche Ebene: Editorial ] Türkei ] Selbstmordattentate ] Ehre ] [ Editorial ] Emder Arbeitskreis ] Wolf/Schrembs ] Jander/Voigt ] Schrembs Gedenken ] Lothar Nettelmann ] Demokratie ] Artikel 1 GG ] Restauration ] Der aufrechte Gang ] Soziologie ] GEI ] PISA ] Werte und Normen ]

untergeordnete Ebene:

Web-Fassung: 20.09.2011 - Verantwortlich: Gerhard Voigt, OStR i.R. <bismarckschule.voigt@gmx.de>