Weitere Informationen unter http://www.politiklehrerverband.org
eMail politiklehrerverband.voigt@web.de

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politik unterricht aktuell, Heft 2/2002: 38-40


Editorial: Notizen der Redaktion

Dokument Information

Impressum des Heftes

Informationen über den Verband der Politiklehrer

Bankverbindung

 

 

Bericht des Vorstandes des
Verbandes der Politiklehrer e.V., Hannover

„Krise der Politik – Krise der Politischen Bildung“

Liebe Leser von »politik unterricht aktuell«,

liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder und Freunde des Verbandes der Politiklehrer,

die lange Verzögerung mit der dieses Heft von »politik unterricht aktuell« gleichzeitig mit dem Heft 1 für 2003 herausgegeben und gedruckt werden konnte, zeigt, dass die Voraussetzungen für eine kontinuierliche und effektive Verbandsarbeit im Interesse der Politischen Bildung und des Po­litikunterrichts derzeit denkbar schlecht sind.

Wir wählen als Untertitel für diesen Brief der Redaktion den Titel eines sehr wichtigen Sammel­werkes, an dessen Entstehen der Verband der Politiklehrer e.V., Hannover, wesentlichen Anteil ge­nommen hatte und dessen Lektüre wir trotz des recht hohen Buchhandelspreises sehr empfehlen (vgl. dazu den Literaturhinweis auf der letzten Seite).

Politische Parteien, Gewerkschaften und Berufsverbände – also insgesamt die organisierte und in­stitutionalisierte politische Meinungs- und Willensbildung – sind unter Legitimationsdruck geraten, der ihre Arbeitsfähigkeit und die Effizienz der politischen Arbeit grundsätzlich beeinträchtigt wenn nicht in Frage stellt.

Die Frage nach den Alternativen demokratischer Legitimität stellt sich für die Politikwissenschaft ebenso neu wie für Politiklehrerinnen und Politiklehrer. Lothar Nettelmann geht in einer Polemik in diesem Heft der Frage nach, wie eingespielte und „traditionelle linke Kritik“ heute an den sozialen und politischen Realitäten vorbei geht und ein fiktives „Universum des kritischen Bewusstseins“ als eine Art „Parallelwelt“ konstruiert und sich selbst so letztlich zur Wirkungslosigkeit verurteilt.

Es kann nicht die Aufgabe des Verbandes der Politiklehrenden sein, sich selbst in ein gut gemeintes aber folgenloses Abseits zu manövrieren und die „Formeln von Gestern“ immer wieder nachzube­ten. Es muss neu durchdacht werden, was veränderungsbereites „linkes Denken“ in der Politik wie in der Politikdidaktik heute sein kann, wo also Kontinuitäten bewahrt und Formen und Strategien erneuert werden müssen, wo veränderte Realität auch ein verändertes politisches Bewusstsein er­forderlich macht.

Leider sind viele Kolleginnen und Kollegen – belastet durch den Druck sich verschlechternder Ar­beitsbedingungen und im täglichen Kampf gegen eine ignorante Schul- und Kultuspolitik in den Bundesländern – nicht mehr in der Lage und Bereit, aktiv an einer solchen ergebnisoffenen, distan­zierenden und wertorientierten Weiterentwicklung der Politischen Bildung und des Politikunter­richts teilzunehmen.

Der Verband der Politiklehrenden (noch nicht einmal diese von der Mitgliedschaft mehrfach ange­mahnte und beschlossene geschlechtsneutrale Umfirmierung konnte bis jetzt beim Vereinsregister rechtskräftig durchgesetzt werden!) muss seine Aktivitäten seinen personellen Möglichkeiten an­passen – und diese sind eng begrenzt, was die Zahl der aktiven Beteiligten an der Verbandsarbeit angeht.

Was auf der einen Seite als kommunikative Modernität erscheint – die Konzentration auf Internet-Auftritte, Kommunikation über eMail und eMail-Verteilerlisten, Kooperationsprojekte mit anderen Verbänden, die unter ebenso ungünstigen personellen wie finanziellen Voraussetzungen arbeiten müssen wie wir –, ist eben auch Zeichen der Limitation der eigenen Kräfte eines „do-it-yourself-Verbandes“! Dennoch möchten wir noch einmal an dieser Stelle ganz nachdrücklich auf unsere Homepage hinweisen, auf der auch die Artikel dieser Zeitschrift wenn es die Autoren gestatten im Wortlaut erscheinen: http://www.politiklehrerverband.org.

Da die Einnahmen aus dem Mitgliedsbeiträgen nur sehr gering sind und ein Buchhandelsverkauf der Hefte von politik unterricht aktuell nicht die Druckkosten deckt, müssen wir uns mit kleinen Print-Auflagen zur Dokumentation in Bibliotheken und für die wissenschaftliche Arbeit begnügen und hoffen, dass Interessenten an unserer Arbeit unsere Arbeitsergebnisse und veröffentlichten Texte im Internet finden und wahrnehmen.

Erfreulich ist dabei, dass durch Verbandskooperation sich gerade auch der internationale Aspekt unserer Verbandsarbeit positiv entwickelt und vor allem die Kontakte zu Wissenschaftlern in Polen und in der Türkei einen Artikelaustausch begründen und gemeinsamen Veranstaltungen möglich machen. Dabei weise ich aus aktuellem Anlass vor allem auf die Kooperation mit der Deutsch-Tür­kischen Vereinigung für Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Austausch, Hannover, e.V. (am So­ziologischen Institut der Universität Hannover) hin – deren Arbeit, wie ein Protestbrief an den Wis­senschaftsminister in diesem Heft belegt, durch eine drohende Schließung des Studienganges So­ziologie an der Universität Hannover ernsthaft gefährdet ist –, deren Arbeitsergebnisse ebenfalls im Internet erscheinen unter http://www.dta-uni-hannover.de.

Das folgende Heft von »politik unterricht aktuell« (1/2003), das den Abonnenten gleichzeitig mit dem vorliegenden Heft ausgeliefert wird, zeigt mit dem Thema »Interkulturelle Konflikte« Früchte dieser Kooperation, die in der nächsten Zeit noch vertieft werden wird.

Organisatorisch wie finanziell steht der Verband „mit dem Rücken zur Wand“ und damit nicht al­lein! Unsere bisherige langjährige Hausbank, die SEB, war seit fast zwei Jahren nicht mehr in der Lage, die finanzielle Betreuung zum Beispiel durch den Einzug der Mitgliedsbeiträge und die Inter­netverwaltung unseres Kontos technisch in den Griff zu bekommen. Wir wechseln deshalb ab sofort zur Postbank und hoffen in Zukunft wieder eine reguläre Verwaltung der Mitgliedsbeiträge durch­führen zu können. Uns klafft die Lücke von zwei Jahren (2002 und 2003) in den Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, die auch einen früheren Druck von politik unterricht aktuell 2002 und 2003 verursacht hat, der jetzt aus irregulären Einnahmen (Spenden) finanziert wird. Wir müssen daher unsere Mitglieder darum bitte, die beiden ausstehenden Jahresbeiträge durch eigene Überweisung nachzuholen (zwei Beiträge zu 24,00 €), was durchaus auch in zwei getrennten Überweisungen möglich ist. Im Laufe des Jahres 2004 hoffen wir wieder den Beitragseinzug für das laufende Jahr über die Postbank auf Grund der uns vorliegenden Einzugsermächtigungen durchführen zu können. Dass wir auf höhere Beiträge bzw. Spenden in der Form von „fördernden Mitgliedsbeiträgen“ drin­gend angewiesen sind, sei hier nur am Rande vermerkt.

Mit dem Wunsch, einen Weg zu finden, mehr für das Fach Politik bewirken zu können und für un­sere Mitglieder positive Impulse gerade auch durch eine Verbandsarbeit, die sowohl Wissenschaft und Fachdidaktik einbezieht als auch aktiv in der Tagespolitik zu bildungspolitischen Fragen Stel­lung nimmt und den Kontakt zur aktiven Politik ernst nimmt vermitteln zu können

verbleibe ich im Namen des Vorstandes des Verbandes der Politiklehrer e.V., Hannover,

und der Redaktion von »politik unterricht aktuell«


 

Verband der Politiklehrer e.V., Hannover

Vorsitzender: Gerhard Voigt, OStR (Politik und Geographie an der Bismarckschule Hannover)

Pettenkoferstraße 13, D 30880 Laatzen, Tel. 0511-824630, FAX 01212-513497-535 (web.de)

eMail: politiklehrerverband.voigt@web.de und
eMail: bismarckschule.voigt@gmx.de

Homepage: http://www.politiklehrerverband.org

persönliche Homepage des Vorsitzenden: http://www.voigt-bismarckschule.de
zur Interkulturellen Arbeit im Kontext des Verbandes der Politiklehrer vgl. auch die Homepages
des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V.
http://www.unesco-club-bismarckschule.de
(Vorsitzender z.Zt.: Gerhard Voigt) und
der Deutsch-Türkischen Vereinigung zum Geistes- und Gesellschaftswissenschaftlichen Austausch, Hannover, e.V. (am Soziologischen Institut der Universität Hannover)
http://www.dta-uni-hannover.de
(Vorsitzender z.Zt.: Gerhard Voigt)

Mitgliedschaft:

Mitglied des Verbandes kann werden:

Politiklehrer und Politiklehrerinnen, Studenten, Referendare und arbeitslose Kolleginnen und Kollegen der gesellschaftswissenschaft­lichen Fächer

Tätige im Bereich der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer in der Erwachsenenbildung, der offenen Politischen Bildung und in den Hochschulen im kultus- und bildungspolitischen Bereich Tätige

Mitgliedsbeiträge:

Jahresbeiträge                                                                                 24,00 €

Ermäßigter Jahresbeitrag                                                               12,00 €

Wir bitten um Einzugsermächtigung. Formulare und Eintrittserklärungen im Internet

Neue Bankverbindung:

Konto-Nr. 88063204, Verband der Politiklehrer

BLZ 20010020, Postbank – Giro – Hamburg

Literaturhinweis aus der Arbeit des Verbandes der Politiklehrer e.V., Hannover:

Clau­ßen, Bernhard / Donner, Wolfgang / Voigt, Gerhard, Hrsg., 2001: Krise der Politik – Politi­sche Bil­dung in der Krise? Diskurse im Kontext von Globalisierung und Ost-West-Perspektiven. Mate­rialien aus der Zusammenarbeit zwischen der Akademie für Wirt­schaft, Politik und Kul­tur Meck­lenburg-Vorpommern und dem Ver­band der Politik­lehrenden. De­mokratie und Aufklärung: Kriti­sche Sozialwissenschaften und Politi­sche Bildung im Dis­kurs – Materialien –, Band 1. Galda + Wilch Verlag. Glienicke/Berlin / Cam­bridge/Mas­sa­chu­setts.

 

politik unterricht aktuell                                                                                           ISSN 0945-1544

Mitteilungen aus dem Verband der Politiklehrer e.V., Hannover

Vorsitzender: Gerhard Voigt, OStR (Politik und Geographie an der Bismarckschule Hannover)

Pettenkoferstraße 13, D 30880 Laatzen, Tel. 0511-824630, FAX 01212-513497-535 (web.de)

 

Heft 2/2002: »Schulreform in der Kontroverse«                                                     ISBN 3-9807714-5-8

Herausgegeben von Gerhard Voigt und Lothar Nettelmann

Erscheinungsdatum: März 2004

Hannover

Verband der Politiklehrer e.V., Hannover

Gleichzeitig erscheint eine Internetausgabe auf der Homepage des Verbandes der Politiklehrer e.V., Hannover,

http://www.politiklehrerverband.org

als eigenständige HTML-Ausgabe und als layoutgetreue PDF-Ausgabe

 

pua 2/2002

ISSN

0945-1544

 

 

Dokument Information:

Veröffentlicht in politik unterricht aktuell
"
Schulreform in der Kontroverse"
Hannover, 2002. A 5, kart.

Herausgeber: Verband der Politiklehrer e.V., Hannover

Vorsitzender: OStR Gerhard Voigt, Pettenkoferstraße 13, D 30880 Laatzen
[ISBN 3-9807714-5-8]  8,00 EURO

eMail: politiklehrerverband.voigt@web.de

http://www.voigt-bismarckschule.de

Internetausgabe:   - Letzte Überarbeitung:
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