Rezension eines Buches von Prodosh Aich
„Vielen Oldenburgerinnen dürfte der
Hochschullehrer Prodosh Aich ein Begriff sein, da mit ihm und einer
studenteischen Arbeitsgruppe der Begriff „Rathausplünderer“ unlösbar
verknüpft ist. Aber auch die ebenfalls mit einer studentischen Gruppe
veröffentlichte Arbeit „Da weitere Verwahrlosung droht“ schlug Wellen
weit über Oldenburg hinaus. Weniger bekannt ist, dass Prodosh Aich
auch früher bereits im Licht der Öffentlichkeit stand. So war er des
öfteren Gast in der Runde von Werner Höfers „Frühschoppen“ (ARD, heute
„Der Presseclub“). An seiner Doktorarbeit „Farbige unter Weißen“
erhitzten sich die Gemüter.
Prodosh Aich ist einen geraden Weg in seinem
Leben gegangen. So etwas trifft nicht bei allen auf Zustimmung. Die
konservativen Wissenschaftler Erwin Scheuch und René König ... waren
so feist, 1967 für seine Entlassung aus der Kölner Universität zu
sorgen, während er sich langfristig zu Forschungszwecken im Ausland
aufhielt.
Dabei hatte Prodosh Aich in Jaipur einen „Abgrund
von Korruption und Vetternwirtschaft entdeckt. Aich hielt den Mund
nicht und bekam prompt Schwierigkeiten. Gegen das Kündigungsschreiben
der Universität Jaipur behielt Dr. Aich Recht. Er bekam weiterhin
Bezüge und durfte seine Forschungen fortsetzen. Das war kaum möglich,
da die Gelder von der Deutschen Forschungsgemeinschaft nicht kamen.
Später behauptete Prof. König, die Entlassung sei erfolgt, da Prodosh
Aich nicht für die Habilitationsschrift gearbeitet habe.
Warum wurde die Arbeit von Prodosh Aich so
torpediert? Dr. Aich sieht das so: Prof. König weiß, dass die
Veröffentlichung der Verhältnisse in der Universität Rajasthan ein
Tabu brechen wird. Er weiß dass die Verhältnisse in den Universitäten
der „dritten Welt“ nur Spiegelbilder derjenigen der „ersten Welt“
sind. Und Köln ist überall in der „ersten Welt“. Deshalb musste
Prodosh Aich den Prozess verlieren. Auch die Berufungen blieben
erfolglos.
Diese Unterdrückung von wissenschaftlicher Arbeit
und dazugehörigen Veröffentlichung hatte bei anderen Werken von Dr.
Aich keinen Erfolg, mit der Ausnahme der „Rathausplünderer“. ... Das
Buch: „Der aufrechte Gang“ ist Krimi, Sozialgeschichte und spannend
zugleich. Noch unerzählt bleibt die Geschichte nach den
„Rathausplünderern“. Wir dürfen auf den nächsten Band neugierig sein.“
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung von Prodosh Aich aus:
»Oldenburger Stachel. Politik und Kultur in Oldenburg und Umgebung«.
Wir verweisen in freundschaftlicher Solidarität auf die Publikationen
von Prodosh Aich im Acharyya-Verlag:
http://www.acharyya.de/index.php
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Preis des aufrechten Gangs
Eine dokumentarische Erzählung
von Prodosh Aich
667 Seiten. ISBN 3-935418-01-9
Preis: € 45,76 |
Lügen mit langen Beinen
Entdeckungen, Gelehrte, Wissenschaft, Aufklärung. Dokumentarische
Erzählung
von Prodosh Aich
440 Seiten. ISBN 3-935418-02–7
Preis: € 35,00 |
PRODOSH AICH
ist geboren 1933 in Kalkutta.
Schulbesuch und Studium der PHILOSOPHIE in Indien. Studium der
ETHNOLOGIE, PHILOSOPHIE und SOZIOLOGIE in Köln. Ist
Universitätslehrer und Publizist. Lehrte SOZIOLOGIE in den
Universitäten Köln, Rajasthan (Indien) und Oldenburg. Hat neben
Buchveröffentlichungen und Aufsätzen auch viele Rundfunk-Features und
Dokumentarfilme gemacht. Immer noch Inder, auch wenn er länger in
Deutschland lebt als die meisten Deutschen. (Notiz aus der
Verlags-Homepage des Acharyya-Verlages.)
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