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Gerhard Voigt: Rechtsextremismus und Ausländerinnen und Ausländer im
Unterricht. Ausgewählte Aspekte der Methodik und Didaktik.
Arbeitsergebnisse aus dem Verband der Politiklehrer (= Politik -
Wissenschaft - Bildung, Heft 12. Herausgegeben von Prof. Dr. Bernhard
Claußen). 60 S., DM 24,80 [ISBN 3-926952-70-9]. Hamburg 1992 [Verlag Dr.
R. Krämer, Postfach 130584, D 2000 Hamburg 13]
Die vorwiegend
individualpsychologisch-analytisch ausgerichtete Faschismusforschung
reicht zur Begründung einer zeitgemäßen antifaschistischen Pädagogik nicht
aus. Es stellt sich dabei die zentrale Frage, inwieweit die politische
Kultur Deutschlands selbst geprägt ist von nationalistischen und
ausländerfeindlichen Stereotypen und Wertungen, rechtsextremistischen
Problemreduktionsmustern, auf die Jugendliche in entsprechenden
Konfliktlagen zurückgreifen. Der Verband der Politiklehrer legt hier ein
Résumé seines seit 1978 verfolgten Arbeitsschwerpunktes "Neonazismus-Prpjekt"
vor, in dem die These im Mittelpunkt steht, daß antifaschistische
Pädagogik heute zusammengeführt werden muß mit einer interkulturellen
Didaktik, die interdisziplinär und projektorientiert die
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Rechtsextremismus aufbereitet im
Sinne einer umfassenderen Enkulturations- und Akkulturationspädagogik.
(Aus dem Verlagsprospekt.)
Gerhard Voigt: Zur Analyse der aktuellen Krisen in Osteuropa und in der
Dritten Welt - Möglichkeiten und Grenzen geographischer und
politologischer Entwicklungsmodelle. Oldenburger Vor-Drucke [ISSN
0932-7584] Heft 167/92. Carl v. Ossietzky - Universität Oldenburg. Zentrum
für pädagogische Berufspraxis [Postfach 2503, 2900 Oldenburg, 18 S., 2,--
DM. + 4,-- DM Versandkosten]. Oldenburg 1992
»Was bleibt von den
Entwicklungstheorien? Der knappe Überblick bestätigt den eingangs
festgestellten Befund der "neuen Unübersichtlichkeit" und der geringen
prognostischen Validität der geographischen und
politologisch-gesellschaftswissenschaftlichen Entwicklungs- wie
Entwicklungsländertheorien. Gründe dafür sind:
-
die traditionelle
"Ungleichzeitigkeit" der geographischen Paradigmatik...,
-
ihre mangelnde
Integration in die wissenschaftliche und gesellschaftliche
Entwicklung...,
-
mangelhafter
theoretischer Kontext gesellschaftswissenschaftlicher und
raumwissenschaftlicher Konzepte...,
-
Zersplitterung der
gesellschafts- und politikwissenschaftlichen Begriffs- und
Theorembildung,
-
eurozentrische
Entwicklungsbegriffe,
-
Interessengeleitetheit
der entwicklungspolitischen Auftragsforschung.
Was hat ein
reflektierter Entwicklungsbegriff heute zu leisten und an
gesellschaftlich-räumlicher Realität aufzunehmen? Dazu einige Anmerkungen
in thesenhafter Form:
-
Entwicklungsprozesse
sind politische Prozesse und damit Interessenlagen unterworfen.
-
Entwicklungsprozesse
reflektieren und evozieren soziale Konflikte.
-
Gesetzmäßigkeiten
von Entwicklungsprozessen können nicht eindimensional erklärt werden,
sondern umfassen die politisch-sozioökonomische und raumstrukturelle
Dimension...« (S. 10)
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pua
ISSN
0945-1544
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Dokument Information:
Veröffentlicht in
politik unterricht aktuell,
Heft 3/1992
Hannover, 1992. A 5, kart.
Herausgeber: Verband der Politiklehrer e.V., Hannover
Vorsitzender: OStR Gerhard Voigt, Kontakt vgl.
Impressum
Printausgabe vergriffen
eMail:
bismarckschule.voigt@gmx.de
http://www.voigt-bismarckschule.de
Internetausgabe /
06.11.02
- Letzte Überarbeitung: 10.08.2004 / 03.05.2010 / 30.06.2011 |