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politik unterricht aktuell, Heft 2/1988

"Politikunterricht nach „der Wende“ - was kommt danach?"


 Editorial Herbst 1988

Verbandshistorisches Dokument von 1988

Dokument Information

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Achtung: Dieses Editorial aus Heft 2/1988 von politik unterricht aktuell wird ausschließlich aus Gründen des verbandshistorischen Interesses als Dokument abgedruckt. Die Angaben sind sachlich wie personell überholt und können für den Kontakt mit dem Verband der Politiklehrenden nicht mehr verwendet werden.

Hannover, 05. Mai 2003 / Gerhard Voigt, OStR, Vorsitzender des Verbandes der Politiklehrenden

 EDITORIAL

Verband der Politiklehrer e.V.

Die Sommerferien sind vorbei. Allen Kolleginnen und Kollegen wünschen wir einen erfolgreichen Start in das neue Schuljahr – ein Schuljahr, das hoffentlich Besseres für die politische Bildung und den Politik-, Sozialkunde und Gemeinschaftskundeunterricht bringt als das vergangene Jahr 1987/88, in dem wir durchweg auf der „Verliererseite“ standen

Wir erinnern uns: Nicht nur in Niedersachsen ging die Bildungspolitik konsequent weiter auf ihrem Weg zurück in die fünfziger Jahre. Im Hessen der „Landeswende“ wurde kurzer Prozeß gemacht mit den wenigen noch vorhandenen Überresten einer zukunfts- und sozialorientierten Bildungspolitik. In den Ländern der „Südschiene“ ist ohnehin ein bildungspolitischer Impuls für die Ziele der politischen Bildung nicht zu erwarten: Demut, Untertanengeist und Staatsfrömmigkeit charakterisieren die Bildungsziele in Baden-Württemberg und Bayern; in Niedersachsen setzt die CDU Zeichen gegen die Orientierungsstufe, die der Kultusminister nicht mehr ignorieren kann; die Verbitterung von vielen Schülern und Lehrern über die „Oberstufenrestauration“ ist ebenfalls noch nicht verklungen; auch Nordrhein-Westfalen mußte sich, z.B. was die Oberstufenstruktur und die Abituranforderungen betrifft, dem Druck der unionsregierten Bundesländer beugen.

Dabei ist noch gar nicht ausgemacht, ob überhaupt in der SPD ein ausgesprochener bildungspolitischer Reformwille, geschweige denn eine diskussionsfähige inhaltliche Vorstellung von der Schule in der Gesellschaft von Heute und Morgen zu finden ist. Ich habe da meine Zweifel. Umso wichtiger erscheint es mir darum, daß aus der Lehrerschaft selbst, von der Basis her, Konzeptionen entwickelt und diskutiert werden, daß sich die Politiklehrer nicht nur um ihren täglichen Unterricht kümmern, sondern das – zugegebenermaßen frustrierende – Geschäft des persönlichen Einsatzes für ihr Fach auch in der politischen Öffentlichkeit übernehmen.

Hier bietet sich der Verband der Politiklehrer als Sprachrohr und Diskussionsplattform an. In diesem Sinne: Auf ein Neues!

 

Impressum:
Juli 1988
POLITIK UNTERRICHT AKTUELL
Mitteilungen des Verbandes der Politiklehrer e.V.
erscheint in unregelmäßiger Folge
kostenlos für Mitglieder des Verbandes
verantwortlich für den Inhalt: Gerhard Voigt

 

Vorstand:

Gerhard Voigt (Vorsitzender;  StR an der Bismarckschule Hannover)

[...]

Lothar Nettelmann (Beisitzer: Inhalte des Politikunterrichts, Programme;  OStR an der Bismarckschule Hannover)

[...]

Annegret Hupe-Hilbrich (Geschäftsführung)

[...]

 

Mitglieder des Verbandes der Politiklehrer können sein:

Lehrer, Studenten, arbeitslose Lehrer und in der Lehrerausbildung tätige Pädagogen mit der Fakultas Politik oder in den Fächern der politischen Bildung.

Mitgliedsbeiträge:

[...]

Bank: [...]

Informationsmaterialien und Publikationen können beim Vorsitzenden angefordert werden!

 

Mitgliederwerbung: Wer macht mit?

Der VERBAND DER POLITIKLEHRER  e.V. vertritt  die Interessen  der Politik,  Gesellschaftslehre, Sozialkunde  und Gemeinschaftskundelehrer,  gegenüber der Schulpolitik und in der Öf­fentlichkeit.  Er arbeitet  aktiv mit  an der zeitgerechten Weiterentwicklung des Faches,  der gesellschaftswissenschaftlichen Didaktik, einem schülergerechten Politikverständ­nis  und den  methodi­schen Problemen des Faches Politik in der Schule. Die Vielfalt der Be­nennungen des Faches in den einzelnen Bundesländern, ja  sogar die  Uneinheitlichkeit inner­halb  eines einzelnen  Bundeslandes zwischen  Schulformen und Schulstufen zeigt die Unsi­cherheit in der Öffentlichkeit über  die Stel­lung und Funktion der politischen Bildung in der Schule.

Der VERBAND DER POLITIKLEHRER e.V. hat für diese Fragen keine allgemeingültigen Antworten und „Patentlösungen“ parat, aber er befaßt sich intensiver, als dies in der Öffent­lichkeit und in der Schulpolitik üblich ist,  mit den Problemen des Faches und seiner schulischen Umsetzung. Dazu ist er auf eine breite Mitarbeit seiner Mitgliedschaft angewiesen: Erfahrungsberichte, Meinungen, Diskussionsbeiträge formen das Bild des Faches  in der  Öf­fentlichkeit  auch wenn das immer wieder aktive Auseinandersetzungen mit  den Kultuspolitikern bedeutet. Der Rückhalt dabei ist eine aktive und auch zahlenmäßig sich vergrößernde Mitgliedschaft! Wir können als Dank für die Werbung neuer Mitglieder keine Waschmaschinen als Prämien versprechen   aber  eine Intensivierung  unserer  Bemühungen  und  eine  noch  aktivere  Interessenvertretung!

pua 1988

ISSN

0945-1544

 

 

Dokument Information:

Im Jahrgang 1988 sind mehrere Heft in Eigenkopie im Format A 5 / geheftet / erschienen, die noch nicht mit ISSN- und ISBN-Nummern versehen waren. Einige der hier veröffentlichten Aufsätze sind jetzt wieder in der durchgesehenen Internet-Fassung neu veröffentlicht. Die Druckversion ist restlos vergriffen und wird auch nicht wieder aufgelegt.

politik unterricht aktuell 1/1988 "Kritik der aktuellen Bildungspolitik"
politik unterricht aktuell 2/1988 "Politikunterricht nach „der Wende“ - was kommt danach?"
politik unterricht aktuell 3/1988 (Dezember) "Kritik der aktuellen Bildungspolitik"

Veröffentlicht in politik unterricht aktuell Heft 1988
Hannover, 1988. A 5, geheftet.
Printausgabe vergriffen

Herausgeber: Verband der Politiklehrer e.V., Hannover

Herausgegeben von Gerhard Voigt OStR i.R. (seit 2008). Kontakt vgl. Impressum (vgl. Seitennavigation)

Netzpublikation 28.10.02 / aktualisiert 07.06.2003 /  Letzte Überarbeitung: 3.8.2004 / 30.06.2011 / 09.08.2011

eMail: bismarckschule.voigt@gmx.de

http://www.voigt-bismarckschule.de

 

 

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